Probleme beim Einbau von Mahle Schmiedekolben

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Steili_86c
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Probleme beim Einbau von Mahle Schmiedekolben

Beitrag von Steili_86c » Montag 14. Mai 2018, 15:50

Hallo liebes rs246 Forum.

Erstmal möchte ich mich und mein Fahrzeug kurz vorstellen.
Ich bin der Christian und komme aus dem schönen Vogtland.
Der Fahrbare Untersatz ist ein 2001er Audi Allraod 2.7 Biturbo. Es handelt sich also (leider) nicht um ein RS-Modell, aber dennoch ist der Antrieb hier ja des öfteren vertreten.
Von daher hoffe ich, das ihr mir bei der Lösung meines Problemes eventuell helfen könnt, wollt.

Dann mal zur Vorgeschichte.
Vor knapp 1,5 Jahren habe ich das Fahrzeug in nicht fahrtauglichem Zustand erworben. Der Vorbesitzer hat ihn nach (trotz) des tausches der Turbolader nicht zum laufen bekommen. Banale Ursache: y-Schlauch vor der Drosselklappe und Steuerleitung zur druckdose des linken Turboladers gerissen. Dazu kamen noch noch weiter „Kleinigkeiten“ wie Abgastemperatursensoren, Kurbelgehäuseentlüftung und Unterdruckschläuche.
Kurzum, alles ersetzt, läuft und macht Spaß.

Jetzt nach knapp 15000km mit Chip-Tuning (Standard-Software; 252g/sek; 0,9bar HD) kam ein erheblicher Kühlwasserverlust, Zündaussetzter Zylinder 4, Druck im Kühlsystem.

Also Motor raus und zerlegt: Zylinderkopf im Bereich Zylinder 4 zwischen den Auslassventilen gerissen, zum Glück, denn die Auslassventile von Zylinder 2 und 3 hatten schon erhebliche Risse!
Kein Problem, es sind noch zwei komplette Zylinderköpfe vom 2.8er AQD vorhanden. Neue Auslassventile, Hydrostößel Steuerketten und Kettenspanner in die frische geplanten Köpfe und gut.
Danach hab ich mal alles rundherum genauer angeschaut...
Linker Turbolader hat axiales Wellenspiel.
Aber da Jammern auch nicht weiter hilft, habe ich mal eben noch zwei neue Turbolader bestellt, kkk k04 025/026.

Nun zum eigentlichen Problem, wegen eingelaufenen Zylinderbohrungen habe ich den Block zum Motorbauer geschaft. Diagnose: 1. Übermaß notwenig, Kurbelwelle muss nur poliert werden und wird dann mit frischen Haupt- und Pleuellagern ausgestattet ... Aber: er kann für diesen Motor keine Kolben bestellen.
Also habe ich ein bisschen geschaut wo etwas in passendem Maß lieferbar ist und bei Mahle-US fündig geworden, nennt sich Mahle Power-Pak und macht aus 9,3:1 eine Verdichtung von 9,0:1. passt irgendwie auch ganz gut zu den k04 Ladern und den 2.8er Nockenwellen.
Ab mit den Koben zum Motorbauer damit er alles fertig machen kann. Prompt kommt ein Anruf, dass es bei Audi nur 8 der 16 Hauptlagerschrauben gibt. Also selbst noch mal zum Freundlichen und alles selbst noch mal raussuchen lassen, nach Fahrgestellnummer kommen wirklich nur die 77mm Schrauben, aber dank des Forums hatte ich die richtigen Bestellnummern ja gleich zur Hand. ;-) Mit den 16 Schrauben zum Motorenbauer. „So jetzt läuft es, kann ich in Urlaub Fahren!“ Denkste!!!
1.Tag im Urbaub und schon der Anruf die Ölspritzdüsen kollidieren mit den Kolbensteg.
Nun bleibt laut seiner Aussage nur die Möglichkeit die Ölspritzdüsen zu verbiegen. :icon_scratch


Genau das ist jetzt mein Problem, beim verbiegen käme es im biegebereich zu einer Kaltverfestigung im Material und da ein Motor ja nie Vibrationsfrei läuft, habe ich Angst das mir die düsen abbrechen. Dass das einen kapitalen Motorschaden bedeuten kann, muss ich hier ja nicht erklären ;-) .
Da bis jetzt ~ 4K€ nur an Material in die „kleine“ Reparatur geflossen sind, hab ich da irgendwie kein Bock drauf,dass wegen so ner Kleinigkeit wie der Sache mit den Ölspritzdüsen zu riskieren.

Hat jemand von euch da Erfahrungswerte was die Ölspritzdüsen in Verbindung mit Schmiedekolben beim s4/a6 betrifft?
Für die 1.8t Motoren hab ich schon geänderte gefunden, passen ja aber beim v6 nicht.


Bin da gerade bissel ratlos und für jede Hilfe dankbar!


Schon mal herzlichen Dank im Voraus
Christian



Ps.: falls ich das hier in der falschen Rubrik veröffentlicht habe, bitte ich darum, es in die richtige zu verschieben.

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JestersArmed
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Re: Probleme beim Einbau von Mahle Schmiedekolben

Beitrag von JestersArmed » Montag 14. Mai 2018, 22:20

Kolben gibts doch wie Sand am Meer für die 2,7er in jedem erdenklichen Maß. Original bekommst im Übermaß nichts. Je nach Leistungswunsch, hättest du auch mit der Verdichtung noch etwas runter gehen können. Ölspritzdüsen werden soweit ich weiß immer passend gebogen. Aufpassen musst du aber auf die Wange der Kurbelwelle was ich noch so dunkel in Erinnerung habe. Ich hoffe du hast deinen Motor bei nen vernünftigen Motoreninstandsetzer (was mir schwer zu glaube ist wenn der jetzt schon so Probleme hat), denn da können gleich mal ein paar Scheinchen versenkt werden.
RS ist nicht nur ein Auto, RS ist eine Leidenschaft

Gruß Patrick

Steili_86c
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Re: Probleme beim Einbau von Mahle Schmiedekolben

Beitrag von Steili_86c » Mittwoch 16. Mai 2018, 15:53

Hallo, danke für deine schnelle Antwort.
Wenn ich aus dem Urlaub zurück bin, werde ich mal zum Motorbauer gehen und mir die Sache mal anschauen. Wenn das mit dem verbiegen gängige Praxis ist, sollte es ja funktionieren. Er war halt der Meinung, dass die Düsen min 5mm verbogen werden müssen. Erscheint mir für das dünne Material schon recht viel. Muss ich mir mal anschauen.
Du hast auch recht, was die Kolben betrifft, da gibt es viele auf dem Markt, aber Mahle hat soweit ich gesehen habe die höchste mögliche Verdichtung.
Am Anfang war auch keine Leistungssteigerung gedacht, ist ja nur der Alltagswagen, aber wenn die Lader eh schon neu müssen.
Der Motorenbauer ist eigentlich recht kompetent wenn es um Instandsetzung und Restauration geht, nur wenn es in den Tuningbereich geht, macht er das wohl nicht so gerne.

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