Saugrohrklappen instandsetzen

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TonyRS4B7
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Saugrohrklappen instandsetzen

Beitrag von TonyRS4B7 » Donnerstag 5. April 2018, 22:52

Moin, habe seit kurzem den Fehler Saugrohrklappe Bank 2 unplausibles Signal/hängt offen.

Habe dann heute mal die Brücke ab gehabt und festgestellt das beide Klappen viel Spiel haben. Hier im Forum hab ich viel von dem Problem gelesen, aber richtig schlau geworden bin ich daraus nicht.
Kenne die Alu Hebel von 034 Motorsport. Hat die schon jemand verbaut?

Also meine Frage ist, wie behebt man dieses Spiel? Bzw wo bekommt man die Verschlussdeckel für die Ansaugbrücke, die man raus bekommen muss um die klappen ab zu Schrauben.

Mit freundlichen Grüßen

Manu RS
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Re: Saugrohrklappen instandsetzen

Beitrag von Manu RS » Mittwoch 18. April 2018, 15:32

Wenn du die Aluhebel von 034 kaufst ist ein Werkzeug zum durchschlagen der Stöpsel dabei. Die alten Stöpsel werden wiederverwendet ohne Probleme. Das Spiel zu beheben ist allerdings etwas schwieriger das hab ich auch noch nicht ganz hinbekommen. Wäre hier für weitere Tipps auch dankbar.

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Schwarzfahrer
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Re: Saugrohrklappen instandsetzen

Beitrag von Schwarzfahrer » Mittwoch 18. April 2018, 18:25

Hi, Haaaaaaaalt STOP, auf keinen Fall die alten Verschlussdeckel verwenden. Das wird Blindflug und Deckel von Zylinder. 1 kommt an Zylinder 3 klopfen. Deckel raus, Gewindebohrer 1/4 " BSP sachte reinschneiden und mit Verschlussschrauben konisch innen Flächenbündig Verschliessen.
Viel Erfolg, Gruss Kalli
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TonyRS4B7
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Re: Saugrohrklappen instandsetzen

Beitrag von TonyRS4B7 » Dienstag 24. April 2018, 23:22

Habe die Hebel und das Werkzeug jetzt bekommen. Spiel habe ich trotzdem noch, da die Verzahnung auf der Welle auch abgenutzt ist denke ich.

Jetzt hab ich die Plastik Hebel wieder drin und das Spiel erstmal so beseitigt, aber keine Lösung auf Dauer.

Ich arbeite gerade mit einem Bekannten daran die Gegenstücke der Hebel aus Alu oder VA nachzubauen. Eventuell ändern wir auch die Verzahnung und bauen passende andere Hebel dazu.

Nieha
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Re: Saugrohrklappen instandsetzen

Beitrag von Nieha » Donnerstag 3. Mai 2018, 16:16

Hallo, hatte vor einem Jahr das gleiche Problem. Habe erst beim Ausbau festgestellt, das eine Seite zu viel Spiel hatte. Jetzt erst die Aluhebel bestellen, ging nicht, da ich ca. 2 Wochen darauf warten hätte müssen. 2. Punkt, der Preis :cry:
und wie von TonyRS4B7 schon geschrieben, waren ja beide Teile eingelaufen. Ich brauchte also eine günstige und schnelle Lösung. Das Spiel zwischen den beiden Bauteilen ist im Zehntel Millimeter Bereich. Kurzerhand entschloß ich mich zur Klebemethode. Alle Flächen, die keinen Kontakt zwischen Hebel und Welle hatten, habe ich dünn mit Maschinenöl benetzt. Die Klebeflächen müssen absolut frei von Schmutz und Fett sein. ich hatte die Welle soweit eingeführt bis die Auflagefläche noch von der Brücke rausschaute (den Hebel vorher auffädeln nicht vergessen), Stabilit Express angerührt, die Flächen auf der Welle dünn mit dem Kleber bestrichen (wirklich dünn, überschüßiger Kleber würde rausgedrückt und evtl. die Welle mit der Brücke verkleben) und zusammen geschoben. Nach ein paar Minuten den Hebel bewegt um evtl. die angebackene Welle zu lösen. 20 Minuten später... Absolut Spielfrei :-D
Das hält jetzt schon ein Jahr.
Aber das gefährlichste ist das mit den kleinen Deckeln für die Schraubenlöcher!!!!
Die hab ich mit Locide Kleber 648 (Welle Nabe) eingeklebt. Auf absolute Sauberkeit ist zu achten. Wenn diese Deckel nicht richtig fest sitzen, werden sie irgendwann mit angesaugt und die Folge ist ein kapitaler Motorschaden.
Dies soll keine Empfehlung sein, so hab ich das gemacht und ich muß mit dem Restrisiko leben :mrgreen:
Was natürlich Sinn machen würde, wie bereits erwähnt, ein konisches Gewinde schneiden und mit Verschlußstopfen und Dichtmittel die Bohrungen zu verschließen
LG Nieha :-D


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Re: Saugrohrklappen instandsetzen

Beitrag von Nieha » Montag 3. September 2018, 11:08

Nieha hat geschrieben:
Donnerstag 3. Mai 2018, 16:16
Aber das gefährlichste ist das mit den kleinen Deckeln für die Schraubenlöcher!!!!
Die hab ich mit Locide Kleber 648 (Welle Nabe) eingeklebt. Auf absolute Sauberkeit ist zu achten. Wenn diese Deckel nicht richtig fest sitzen, werden sie irgendwann mit angesaugt und die Folge ist ein kapitaler Motorschaden.
Dies soll keine Empfehlung sein, so hab ich das gemacht und ich muß mit dem Restrisiko leben :mrgreen:
Was natürlich Sinn machen würde, wie bereits erwähnt, ein 1/4" Gewinde schneiden und mit konischen Verschlußstopfen und Dichtmittel die Bohrungen zu verschließen.......
Hätte wirklich Sinn gemacht... :-(
Bei Zylinder 6 wurde ein besagter Deckel angesaugt und ist in den Brennraum gelangt. Motor stotterte (Falschluftansaugung), hörte sich furchtbar an... lautes klackern und klingeln im Motorraum. Also Ansaugbrücke runter (Mittlerweile in 2,5 Stunden), Zündspule und Zündkerze ausgebaut und mit Stabmagnet (teleskopierbar) durch die Zündkerzenöffnung rein. Vorher noch Wagen im vierten Gang so geschoben dass beide Einlaßventile ganz auf waren. Wir (Spezl und ich) hatten auch Glück, dass das besagte Teil vom Magneten angezogen wurde. Bloß ging es nicht raus. Es hatte eine jetzt (durch das gehämmere im Zylinder) längliche Form und hatte sich nicht mittig am Magnet, sondern etwas ausser der Mitte des Magneten angeheftet und ging dadurch nicht mehr durch die Zündkerzenbohrung raus. :icon_scratch
Letztendlich (ca. 1 Stunde später) haben wir es mit einer langen dünnen gebogener Spitzzange durch das Einlaßventil zu fassen bekommen und durch dieses wieder ans Tageslicht befördert.
Hab mir noch von einer benachbarten Werkstatt ein Endoskop ausgeliehen und durch die Zündkerzenbohrung geschaut ob noch weiter Teile im Brennraum liegen, dem war aber Gott sei Dank nicht so. Der Zylinder sah eigentlich ganz gut aus, hatte aber an der Kolbenoberfläche viele kleine Pünktchen (Einschläge).
Ansaugbrücke überarbeitet (Blechstopsel alle raus, Gewinde 1/4" G geschnitten und mit konischen Verschlußschrauben und Dichtmittel die Bohrungen wieder verschlossen)
Ansaugbrücke wieder drauf und Motor starten...
Vom besagten Ventil kamen keine schönen Geräusche und wir dachten schon, das wars, ...alles umsonst. Aber nach ein paar Minuten, im Zuge der Warmlauphase, wurde das Geräusch aber immer leiser, bis es letztendlich nicht mehr da war.
Wir vermuteten dass kleinste Beschädigungen am Einlass (Ventil oder Ventilsitz), beim Rausziehen des deformierten Blechdeckels enstanden sein könnten und diese beim laufen lassen des Motors schön langsam wieder eingeebnet wurden. (Reine Vermutung) :-P
Dieses Wochenende ersetzte ich alle Zündspulen und in diesem Zuge prüfte ich bei allen Zylinder die Kompression. Es waren alle Zylinder zwischen 11 und 12 bar. Auch Zylinder Nr. 6 :-D
Vorgabe von Audi: Komressionsdruck bei neuen Motor zwischen 10 und 14 bar. Verschleißgrenze 9 bar.
Also alles im grünen Bereich und somit noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen.
LG Nieha :-D


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